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15 Regionalbahen brechen alle Rekorde |
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Geschrieben von: Karl Reinhart
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Mittwoch, 30. Juni 2010 um 08:30 |
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Einfaches Erfolgsrezept: gutes Angebot = mehr Fahrgäste
15 Regionalbahnen brechen alle Rekorde
Die Allianz pro Schiene stellt Deutschlands erfolgreichste Regionalbahnen vor.
15 ausgewählte Bahnen aus allen Bundesländern haben mit ihren Kundenzuwächsen innerhalb weniger Jahre den Beweis erbracht, dass sogar Stilllegungskandidaten zu regelrechten Fahrgastmagneten werden können, wenn das Angebot auf die Fahrgäste abgestimmt wird. Das Fazit ist einfach und eindeutig zugleich: Überall dort, wo ein Angebot auf der Schiene neu geschaffen oder nennenswert verbessert wurde, kam es zu einem rapiden Anstieg der Fahrgastzahlen – nicht wenige Bahnen können sogar regelrechte Rekordsteigerungsraten vorweisen.
Die 15 Beispiele erfolgreicher Bahnen bilden das breite Spektrum des regionalen Schienenverkehrs ab. Die Broschüre "Stadt, Land, Schiene" enthält kurze und lange Strecken, Bahnen in der Nähe von Ballungszentren, aber auch Flächenbahnen durch dünn besiedelte Gebiete. Sie porträtiert Bahnen des DB-Konzerns und Bahnen anderer Betreiber. So vielfältig wie die Unternehmen sind auch die Gruppen der Fahrgäste: Pendler, Touristen, Schüler, Gelegenheitsfahrer, sie alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, auf die ein erfolgreiches Unternehmen eingehen muss.
Einfaches Erfolgsrezept: gutes Angebot = mehr Fahrgäste
Tatsächlich zeigen die 15 Beispiele, dass es ein Patentrezept für den Erfolg bei den Fahrgästen gibt. Fast überall stand zu Beginn eine starke Investition in die Infrastruktur: Höhere Geschwindigkeiten und moderne Stationen sorgen nun für attraktive Reisezeiten und gute Zugänglichkeit. Hinzu kamen neue Fahrzeuge, die den Fahrgästen mehr Komfort, weniger Lärm und ein angenehmes Reiseerlebnis brachten. Ganz wichtig ist auch ein dichter und regelmäßiger Taktfahrplan ohne lange Wartezeiten. Nur mit einem attraktiven Fahrplan-Angebot ist die Schiene eine echte Alternative zum Pkw. Ein oft übersehener, aber trotzdem zentraler Aspekt ist außerdem eine starke Kundenorientierung und die Verbundenheit mit der Region. Und schließlich ein stimmiges Gesamtbild: Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Pünktlichkeit sind natürlich unverzichtbar.
Klassenbeste bei den Fahrgastzuwächsen ist die Regiobahn (Nordrhein-Westfalen), die seit 1998 auf der Strecke Kaarst – Mettmann ein Plus von sagenhaften 3790 Prozent eingefahren hat. Die Usedomer Bäderbahn (Mecklenburg-Vorpommern) brachte es seit 1992 auf Zuwächse von 1086 Prozent. Beide Strecken hatten nach jahrzehntelanger Vernachlässigung noch in den 90er Jahren unter Fahrgastschwund und Stilllegungsplänen zu leiden. Neue Fahrzeuge und eine sanierte Infrastruktur ermöglichen heute kürzere Fahrzeiten bei dichterem Takt. Der Erfolg der Angebotsverbesserung überflügelte sofort alle Erwartungen, Regiobahn und UBB fahren in Stoßzeiten hart an der Kapazitätsgrenze.
Enorme Zuwächse verzeichnet ebenfalls die City-Bahn in Chemnitz (Sachsen) auf der früher schwach nachgefragten Verbindung ins Erzgebirge zwischen Chemnitz und Stollberg. Seit 1998 ist dort die Zahl der Fahrgäste um 886 Prozent gewachsen. Bereits totgesagt war auch die Strecke der Taunusbahn (Hessen) zwischen Brandoberndorf und Bad Homburg mit Anbindung nach Frankfurt am Main. Heute fährt die Taunusbahn so erfolgreich (plus 633 Prozent seit 1989), dass die Züge regelmäßig überfüllt sind. Die Strecke Osnabrück – Vechta - Bremen, auf der heute die NordWestBahn (Niedersachsen) Fahrgastrekorde aufstellt (plus 560 Prozent seit 1998), konnte nur gerettet werden, weil sich Pro Bahn und NABU erfolgreich gegen die Stilllegung stemmten. Heute gehört die NordWestBahn genauso wie die Bayerische Oberlandbahn (plus 233 Prozent seit 1997) selbstverständlich zu den erfolgreichsten Regionalbahnen Deutschlands.
Erfolgsverwöhnt sind seit jeher die S-Bahnen in Ballungsräumen. Das Beispiel der S-Bahn RheinNeckar (Rheinland-Pfalz) zeigt für den Abschnitt Schifferstadt - Germersheim, wie sich auch auf hohem Niveau in kurzer Zeit neue Fahrgäste (plus 48 Prozent seit 2003) gewinnen lassen. Dass dünnbesiedelte Flächenländer mangels Nachfrage auf einen Personenverkehr auf der Schiene verzichten müssen, erweist sich nach der Aufstellung der Allianz pro Schiene als Vorurteil: Die Orlabahn (Thüringen) konnte auf der Strecke Orlamünde – Pößneck seit 1997 immerhin Fahrgastzuwächse von 208 Prozent verzeichnen. Auch die Burgenlandbahn (Sachsen-Anhalt) oder Prignitzer Eisenbahn und Prignitz Express (Brandenburg) fahren beachtliche Erfolge auf einem schwierigen Terrain ein: Burgenlandbahn plus 69 Prozent, Prignitzer Eisenbahn plus 140 Prozent, Prignitz Express plus 183 Prozent. Auch wenn die absoluten Fahrgastzahlen nicht die Größenordnungen von Ballungsraum-Bahnen erreichen können, so ist der Trend auch für Flächenbahnen klar positiv.
Den Einfallsreichtum regionaler Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen wussten die Fahrgäste regelmäßig zu schätzen. Auf der Strecke der Gäubahn zwischen Eutingen und Freudenstadt (Baden-Württemberg) teilen sich zwei Betreiber die Strecke und bieten den Kunden damit einen Stundentakt. Die Fahrgäste dankten es mit einem Zuwachs von 180 Prozent. Die Saarbahn (Saarland) verkehrt seit 1997 grenzüberschreitend und bietet Ansagen in Deutsch und Französisch: plus 56 Prozent. Ein Wachstum von 183 Prozent verbucht die einst totgesagte Gräfenbergbahn (Bayern), seitdem sie an Wochentagen Pendler nach Nürnberg bringt, an Wochenenden Ausflügler ins Umland lockt. Die Schleswig-Holstein-Bahn mit ihrem blau-weiß-roten Anstrich ist nicht nur besonders schön, sie kann auch als Pionierin unter Deutschlands Erfolgs-Bahnen gelten: Lange vor der Bahnreform taten sich das Land Schleswig-Holstein und der Betreiber zusammen, um einen modernen Eisenbahnverkehr auf die Beine zu stellen: Plus 86 Prozent für die SHB, so lautet das Urteil der Fahrgäste in Zahlen
Alle 15 Erfolgsbahnen zeigen:
Die Menschen in Deutschland wollen mehr Schienenverkehr. Wenn das Angebot stimmt, steigen die Menschen in Scharen um auf die Bahn – und schonen dabei ihre Nerven, ihren Geldbeutel und nicht zuletzt die Umwelt. Der Schienenpersonennahverkehr hat etwas geschafft, was Anfang der 1990er Jahre kaum jemand für möglich gehalten hätte: Dort, wo vor einigen Jahren – im wahrsten Sinne des Wortes – „Gras über die gute, alte Eisenbahn gewachsen war“, findet man heute wieder einen modernen Schienenverkehr. Einen, der Erfolg bei den Fahrgästen hat, Umwelt und Straßen entlastet, die Regionen näher an Stadtzentren rückt und inzwischen in vielen Ländern Europas ein Vorbild geworden ist.
Damit das so bleibt, braucht Deutschland ein klares Bekenntnis der Politik zum Schienenpersonennahverkehr. Das bedeutet auch: Geld. Die nächsten Kapitel in der Erfolgsgeschichte werden wir nur aufschlagen können, wenn die Regionalisierungsmittel fortgeschrieben und sogar aufgestockt werden. Tatsächlich wurden die Regionalisierungsmittel in den vergangenen Jahren aber als Steinbruch des Bundesfinanzministers missbraucht. Statt Aufstockung und Dynamisierung hat es drastische Kürzungen gegeben. In dieser Legislaturperiode wird ohne Zweifel Sparen das Gebot der Stunde sein. Kein Wunder, hat doch der Bund gerade erst sage und schreibe 5 Milliarden Euro für pseudo-ökologische Abwrackprämien ausgegeben – Geld, das nun fehlt. Es wäre aber ein Treppenwitz, wenn jetzt ausgerechnet die tatsächlichen Klimaschützer, nämlich die Nutzer von Bussen und Bahnen die Zeche für diese Aktion zahlen müssten. Die Forderung der Allianz pro Schiene lautet: Die Bundespolitik muss hier die richtigen Prioritäten setzen, und schnellstmöglich die jährliche Dynamisierung der Regionalisierungsmittel von 1,5 % auf 2,5 % anheben. Nur so kann der Nahverkehr der wachsenden Nachfrage gerecht werden.
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Pendler sehnen sich nach mehr Auswahl |
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Geschrieben von: Karl Reinhart
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Dienstag, 20. April 2010 um 08:03 |
Pendler sehnen sich nach mehr Auswahl
Von Adrian Hoffmann, Heilbronner Stimme - 24.04.2010
Region Pläne - Viele Bahnreisende im Jagsttal empfinden bessere Zugverbindungen als überfällig. Die jetzt veröffentlichten Pläne von Baden-Württemberg, der Deutschen Bahn und Bayern kommen deshalb gut an − wenngleich es einigen trotz allem zu lange dauert, bis sie wahr werden: Erst ab 2016 soll die Frankenbahn im Stundentakt fahren.
Noch Skepsis "Das glauben wir erst, wenn es soweit ist", sagt eine 40-jährige Pendlerin aus Neudenau, die am Montagmorgen auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz in Heilbronn ist. "Wir haben schon öfter einen zusätzlichen Zug auf dieser Strecke bekommen", sagt sie, "und nach ein paar Wochen ist er wieder gestrichen worden." Die dürftigen Verbindungen hielten leider viele Menschen vom Bahnfahren ab.
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Mehr Verkehrsinvestitionen im Südwesten |
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Geschrieben von: Karl Reinhart
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Mittwoch, 24. März 2010 um 08:24 |
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Nach dem Aufbau Ost fordert Hauk den Ausbau Südwest
Von Peter Boxheimer, Heilbronner Stimme
Fordert mehr Verkehrsinvestitionen im Südwesten: Peter Hauk.
"Das Geld muss dorthin fließen, wo die Räder rollen." Es sind klare Worte, die der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion zur Verkehrspolitik spricht. Auf dem Kreisparteitag der Christdemokraten in Bad Rappenau mahnt Peter Hauk beim Bund eine gerechte Verteilung der Investitionsmittel an − und findet damit den Beifall der Basis.
Solidarität
Dass Baden-Württemberg hier zu kurz kommt, belegt der Fraktionschef mit Zahlen. Nur zehn Prozent der Verkehrsausgaben sind in den vergangenen fünf Jahren in den Südwesten geflossen − und das bei einem Bevölkerungsanteil von 13 Prozent und einem Verkehrsaufkommen, das bei 18 Prozent liegt. Deshalb hält es Hauk für dringend erforderlich, dass "nach dem Aufbau Ost jetzt der Ausbau Südwest und West kommt". Er appelliert an die Solidarität. Auch in den neuen Bundesländern müsse man lernen, dass nicht immer das Füllhorn ausgeschüttet werden könne.
Verkehrsinvestitionen im Land sind für den Mappus-Nachfolger auch eine Frage des Klimaschutzes: "Wenn der Verkehr stockt, wird CO2 im Übermaß produziert." Die A 6 sieht Hauk mittlerweile auf einem guten Weg, doch andere Autobahnabschnitte hätten noch den Standard der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Für ein Transitland seien dies schlichtweg unerträgliche Zustände. Als Beispiele führt der Fraktionssprecher die A 5 südlich von Baden-Baden, die A 8 zwischen Karlruhe und Pforzheim sowie den Albaufstieg an.
Europa-Strecke
Auch Schieneninvestitionen hält Hauk für wichtig. Dass die Schnellbahntrasse Stuttgart − Ulm ein notwendiges Projekt sei, bezweifle außerhalb der Landeshauptstadt niemand mehr. "Es ist die Ost-West-Verbindung in Europa schlechthin", verdeutlicht der frühere Agrarminister. Der Abschnitt über die Alb sei Teil einer transkontinentalen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die von Paris bis Budapest und im Endausbau bis zum Schwarzen Meer reiche.
Dringend ist nach Hauks Auffassung auch der Ausbau des Personennahverkehrs außerhalb der Ballungsräume. Ausdrücklich nennt er hier die Region Heilbronn, wo in den vergangenen Jahren zu wenig geschehen sei.
Und ausdrücklich spricht er sich mittelfristig für eine Verlängerung der tadtbahn Nord von Bad Friedrichshall nach Möckmühl und Osterburken aus − ganz im Gegensatz zum Landratsamt.
Warum, verdeutlicht der Politiker aus dem Neckar-Odenwald-Kreis auf
Nachfrage: "Das macht Sinn, weil man in Osterburken einen Knoten hat." Dort endet die aus Heidelberg und Mosbach kommende Linie 1 der S-BahnRhein-Neckar.
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Druchbruch bei Ausbau der FRANKENBAHN |
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Geschrieben von: Karl Reinhart
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Sonntag, 18. April 2010 um 08:41 |
Durchbruch bei Ausbau der Frankenbahn
Von Herbert Kaletta, Heilbronner Stimme vom 17.04.2010
 Region Heilbronn - Verkehrsministerin Tanja Gönner sprach von einem Meilenstein, Landrat Detlef Piepenburg von einem großen Schritt: Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn AG und der Freistaat Bayern haben sich auf ein Finanzierungskonzept für Verbesserungen auf der Frankenbahn zwischen Heilbronn und Würzburg verständigt.
Für 17,4 Millionen Euro soll die Strecke so optimiert werden, dass ab Januar 2016 die Züge im Stundentakt fahren. Die Fahrzeit wird um bis zu zwölf Minuten reduziert und auch im Regionalverkehr soll es einen dichteren Fahrplan geben. Das Land wird ab diesem Zeitpunkt 600.000 jährliche Fahrkilometer mehr ermöglichen. „Die bedarfsgerechte Mobilität im ländlichen Raum zu sichern, hat für die Landesregierung einen hohen Stellenwert“, versicherte Tanja Gönner.
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Neue Fahrpläne ab 13.12.2009 |
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Geschrieben von: Administrator
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Dienstag, 08. Dezember 2009 um 14:26 |
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Neue Fahrpläne ab 13.12.2009
Haltestellen:
Adelsheim-Ost
Sennfeld
Roigheim
Möckmühl
Züttlingen
Siglingen
Herbolzheim
Untergriesheim
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